Mit ‘Michael Iwoleit’ getaggte Beiträge

Das World Culture Hub präsentierte heute in Zusammenarbeit mit The Little Yoshiwara einen Abend mit japanischem Tanz, Musik und Geschichten. Nach einer kurzen Einweisung von Michael Iwoleit führte uns Yoneyu in die japanische Literatur, die so um die 1160 – 1185 entstand. The Tale of the Heike ist eine Sammlung von Geschichten, die zur damaligen Zeit erzählt wurden.

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1371 schrieb ein blinder Mönch namens Kakuichi die Geschichten von Heike Monogatari nieder. Es gibt zwar fünf englische Übersetzungen, die fast 800 Seiten umfaßt, jedoch keine einzige deutsche.

Während Yoneyu mit ihrer japanischen Gitarre zirrpte, erzählte uns Mameka das erste „Märchen“ des heutigen Abends in Chatform. Englisch lesen war also angesagt. Der Sommer war grad vorbei und der Herbst ist gekommen…

ToH-290815-00002pYoneyu, Mameka, Sayu und Arii – Yoshiwara Geishas

Xuemei öffnete gleich zwei Fächer und das nächste Märchen aus dem japanischen Land folgte. Dieses begann zwischen den Bergen im Norden und dem Meer in Süden und erzählt von einem Angriffen dreier Armeen im Jahre 1184…

ToH-290815-00003pGeisha Mameka

Sayu eröffnete gesangklangvoll ihre Erzählung über das Volk Der Heike im Sinne von: Wenn Tiere und Vögel Güte erwidern können, warum sollen es Männer vergessen haben?

ToH-290815-00004pSayu Yashiwara

Wir gingen in diesem Märchen… äh dieser Geschichte durch alle Jahreszeiten, besuchten Paläste und den Fischermann, gingen vom Sonnenaufgang bis zum Mond… So sind japanische Märchen…

ToH-290815-00006Michael Iwoleit / maikelkay

Insgesamt fand ich die englische Erzählung in Chatform sehr hilfreich. Die Wörter zu lesen ist ein wenig einfacher als englisch zu hören. Dennoch, ich glaub ich sollte zu dem Deutschkurs, den ich in SL besuche, auch noch einen Englischkurs besuchen. Dann müßte ich nicht nebenher so hin und wieder bei Leo.org nachschlagen. Es war ein entspannter Vortragsabend, aus dem ich nun nur schwerlich aufwachen mag.

Wer selbst die „Tale of Heike“ nachlesen mag, kann das hier tun: https://archive.org/stream/TheHeikeMonogatari/HeikeMonogatari._djvu.txt

Danke Maikele für die Organisation dieses Events.

Claire

Es gibt da eine Sache, die ich begriffen hatte, eine Gesetzmäßigkeit… zwar erst 27 Millionen Kilometer von der Erde entfernt, aber immerhin…. So beginnt die Geschichte, in die uns Hummer Kueperpunk Korhonen einführt…

RSP-141214-011ppFrachtschiff

Ich habe einsehen müssen, dass  sämtliche Episoden meines Lebens unrühmlich enden. Egal wie sehr ich mich auch bemühe, was auch immer ich versuche, um es zu verhindern, wie entschieden ich dagegen ankämpfe, meine ganz persönliche Entropie wird mir einen Strich durch die Rechnung machen. … Ich kann frei darüber entscheiden, wie unrühmlich dieses Kapitel meines Lebens enden wird. Aufgeschlagen wurde es 27 Millionen Kilometer von der Erde entfernt, als mich eine Maschine in Stücke geschnitten und neu zusammengesetzt hat und ich schwöre, dass auch diese letzte Episode meines Lebens auch die unrühmlichste werden wird…. Um so rühmlicher wurde diese Geschichte aus Tiefraumphasen in Second Life vorgetragen.

RSP-141214-063ppHummer

Hummer ist ein Bio-Bot. Teile seines Torsus sind verschwunden, andere sind aus Stahl. Er hat sechs Arme, von dem keiner seiner ist und zwei Beine auf mechanischen Gorilla-Greiffüßen. Der Fließbandchirug hat auch in Second Life eine hervorragende Leistung erbracht und den Hummer zum Leben erweckt. Mit dieser Lesung hat Kueperpunk Korhonen, die Brennenden Buchstaben und Autoren eine neue Dimension der Online-Lesung eröffnet.

Wir finden uns in einem Habitat (Lebensraum), der uns eine Pseudoschwerkraft mitten im leeren Raum bietet. Das „Habitat“ in Second Life wurde extra für diese einstündige Szenen-Lesung von Barlok Barbosa gebaut.

RSP-141214-040ppVerbindungsgang zwischen den Frachtschiffen

Wir Besucher wurden in dieser gigantischen Weltallszene zur Weltraumpiraten-Crew.

RSP-141214-052ppWeltraumpirat SumSum

Mittels Teleport bewegten wir uns im All zu den verschiedenen Szenen, an denen uns weitere Lese-Figuren erwarteten und in den Dialog mit Hummer und auch ein wenig mit uns Besuchern gingen. Ich hörte im Nachhinein von nur einem verlustigen Mitglied der Weltraumcrew, das sich jedoch mittels eigener Flugkraft wieder ins Frachtschiff bringen konnte.

RSP-141214-057pppShady: Frederic Brake, Hummer und Erzähler: Thorsten Küper, Sigorsky: Bernar LeSton, Alejandro: Markus Gersting

Wir sind Guineas…ihr wißt nicht, was Guineas sind? Oh Mann… Stofföhren und Puschels… zum Brüllen mit dem Dialekt dazu. Über Bio-Bots und Guineas zu lesen ist das eine, sie in Second Life live zu erleben, ist der Hummer äh Hammer! Ich stehe ja total auf Meerschweinchen und höre gespannt der Erläuterung des Guineas zu: … genetisch entsprechen wir zu 100 % dem, was, das Cronstetten-Konsortium offiziell als richtigen Menschen definiert… Dann beschwert sich das Guinea noch, dass er weniger Sendezeit als der zur Maschine umgebaute Bio-Bot bekommen hat *pruuust.

RSP-141214-058ppGuinea Sigorsky mit Stofföhrchen

Noch während ich mir die Welt voller lustig-fröhlicher Meerschweinen vorstellte, möchte ich euch noch schnell Barbatunde vorstellen, den wir leider nur viel zu kurz kennenlernten.

RSP-141214-060ppBabatunde: Michael Iwoleit

Wir sprangen ins nächste Bühnenbild um endlich Cronstetten persönlich kennenzulernen:

RSP-141214-062ppCronstetten: Bernhard Giersche

Wir finden uns auf einem Boot der schneekugeligen Biospähre wieder und kommen gerade noch rechtzeitig, um den letzten Dialog zwischen Cronstetten und Hummer mit zu erleben. Cronstettens Stimme wird immer leiser, das Hüsteln schwächelt und wir begleiten ihn zu seiner letzten Verabredung mit der Ewigkeit. *Boah! Es folgte ein neues Teleport… doch ich saß noch immer mit offenen Mund vor dem Monitor und starrte auf Cronstetten, dessen schauspielerische Sterbevortrag mich fassungslos machte. Verdammt gut, ganz großes Kino war das Herr Giersche!

So kam es, dass ich den darauffolgenden letzten Teil der Lesung nicht mehr wirklich wahrnehmen konnte, denn ich war so was von geflasht von allen Lesern, Autoren, die in Second Life zu Schauspielern wurden und wir Besucher waren mittendrin.

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Die Brennenden Buchstaben haben einen Ausschnitt der Lesung veröffentlicht. Bild mit Ton gibbet hier:

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RSP-141214-005pp Weltraumpirat Claire

PS: Noch mehr Fotos gibt es in Facebook: Klick!

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TP: http://maps.secondlife.com/secondlife/Kreativdorf/60/15/22

Am 28.09.2013 fand die Eröffnung von Michael Iwoleits World Culture Hub mit der Ambient Music Night in lauschiger Atmosphäre statt. Es fing ruhig und besinnlich mit Jana Kyomoon aus London an und wurde dann bei Torben Asp aus Dänemark noch mit stimmungsvollen Effekten abgerundet. So kann man einen stressigen Tag entspannt ausklingen lassen … (Hydors)

DJ HaMeEd verwöhnte uns bis nach Mitternacht mit seinem besonderen Musikmix… Madari!

JK-023

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Jana Kyomoon

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Torben Asp

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DJ HaMeEd

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Fotos hier bei FlickR